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Chevalier

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Mittwoch, 14. September 2016, 19:19

MP3 an Becker - Alternative zum Remote Kit und Yatour mit DAB

Hallo Zusammen,

eigentlich suchte ich eine vernünftige Lösung, um MP3-Musik ins Auto zu bringen. Da klappt zwar jetzt schon per Streaming vom Handy über die Bluetooth-Freisprechanlage, aber besonders in Sachen Bedienkomfort war das nicht der Weisheit letzter Schluß.

Aus ähnlichen Gründen schieden auch FM-Transmitter oder AUX-In-Kabel aus. Der oft verbaute Yatour-Adapter, welcher einen CD-Wechsler emuliert, konnte auch nicht überzeugen. Man ist auf 6 Ordner zu je 99 Titeln beschränkt, die vorab mühsam in einer festen Struktur „CD1“, „Track01“ angelegt und unbenannt werden müssen, d.h. man sieht im Display weder Titel noch Interpret. Einfach einen USB-Stick mit der Musiksammlung anstecken und abspielen geht nicht.

Leider lässt sich bei Becker-Radios keine USB-Schnittstelle nachrüsten. Einzig das „Becker Remote Kit“ erfüllte meine Vorstellungen: Ein Adapterkabel zum iPod-Anschluß mit Bedienung über das Radio sowie Anzeige von Titel, Interpret, Playlisten auf dem Radiodisplay.

Eine perfekte Lösung, die allerdings nicht mehr produziert wird. Auf eBay werden Auktionserlöse von über 100 Euro erzielt, ein gebrauchter iPod einer älteren Generation käme noch dazu. Es funktioniert übrigens perfekt, solange man die richtige Version des Kabels erwischt, welchen den iPod gleichzeitig lädt.

Dann stieß ich zufällig auf das „Alpine EZI-DAB“ ein Digitalradio-Adapter, dessen Blackbox ganz nebenbei einen USB-Anschluß bietet. Mit 200 Euro kein Schnäppchen, aber die sehr guten Kundenrezensionen bei Amazon sprachen für sich.

Zum Empfang darf es noch eines AUX-In-Adapter für das Becker-Radio sowie einer DAB-Antenne. Eine zusätzliche (Scheibenklebe)Antenne war aber nun gar nicht nach meinem Geschmack, zumal dort die Meinungen zum Empfang weit auseinandergehen.

Von Antennentechnik Bad Blankenburg gibt es aber einen aktiven Splitter, der unsere alten Stabantennen zum DAB-Empfang nutzt. Meine diesbezügliche Skepsis ob des guten Empfangs war unbegründet, werden doch auf Anhieb 26 Sender gefunden.

Abschließend gilt es, einen gut erreichbaren und im Blickfeld befindlichen Platz für das kleine Display zu finden. Der ideale Bereich zwischen den mittleren Lüftungsdüsen war bei mir schon durch das Navi besetzt, also kam es auf den Aschenbecherdeckel. In dieser Position verschwindet auch das Anschlußkabel fast unsichtbar.

Die Beleuchtung der Tasten lässt sich übrigens in fünf Farben wählen, eine davon ist Bernstein – womit es perfekt in unsere Fahrzeuge passt. Das war für mich eines der wichtigsten Kriterien, ein grünes, blaues oder rotes Display würde im Innenraum stark irritieren.

Die Buchse des beiliegenden USB-Kabels kann man hervorragend im (nicht mehr benötigten) Überblendregler verbauen, dann schaut das wie ab Werk aus. Dazu gibt es im Forum schon Anleitungen, auch von mir.

Ansonsten funktioniert das Gerät genauso wie es soll, völlig unkompliziert. Die Bedienung per Drehregler und wenigen Tasten erfolgt nahezu blind. Die Empfangsqualität ist super, die Funktionalität auch. Etwas anderes erwartet man aber von Alpine auch nicht, besonders für den Preis.



FAZIT:
Neben dem Becker Remote Kit die einzig wirklich komfortable und durchdachte Option, MP3 ins Fahrzeug zu bringen – vom Becker Cascade mit seiner Speicherkarte mal abgesehen. Und nebenher noch mit dem Mehrwert des DAB-Empfangs.

Wer weder auf Becker fixiert ist und zugleich mit moderner Optik leben kann, dem seien die Alpine-Radios im DIN-Format ans Herz gelegt. Durch die einstellbare bernsteinfarbige Beleuchtung fügen sich diese Modelle besonders nachts gut in den Innenraum ein und wirken nicht wie ein billiges Mäusekino. Und klar: Mit den vielfältigen Funktionen und Ausstattung eines modernen Autoradios schlagen sie alle Nachrüstlösungen um Längen.
Damit sind wir aber schon beim Thema „Welches Radio passt in den W124“ angelangt.

Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht konnte zumindest einige Anregungen für den Hifi-Bereich in unseren Fahrzeugen aufzeigen.


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Donnerstag, 15. September 2016, 23:16

Schöne Lösung. Kannte ich so noch nicht.
Warum nicht einfach den Yatour mit Bluetooth nehmen?

BornToRun

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Freitag, 16. September 2016, 02:33

Kann man so machen, aber ganz ehrlich, wenn ich so ein Geschwür am Aschhebäscha hängen hätte, tät ich mich schämen.
Auf die USB-Buchse im Holz bin ich bei der alten Karre stolz.
Des hat nicht jeder und sorgt bei Neukarrenfahrern immer wieder für Verwirrung, weil sie es nicht haben.
Ganz zu schweigen vom dem daran angeschlossenen Bluetoothgeröddel.
Man steht 2 m vor der Karre und die Mucke geht los.



Da spielen Fußraum- und Ambientebeleuchtung sowie 6 Zyl. fast keine Rolle.
Hautsache es hängt nix am Aschebäscha. :cursing:
Ich komm mit den Yatourkram schon seit 5 Jahren klar.
Ich kann mir des merken, welcher Track auf welchem Stick, von den jeweils 3 verfügbaren, gerade läuft.
Beim CD-Wechsler anno 94 musste ich es auch wissen, und der hat die Titel auch nicht so schnell gewechselt.
In beiden Karren identische, zeitgenössische, Radios, mit identischem Adapter verbaut zu haben, um nicht jedesmal von neu anzufangen zu müssen, ist für mich Luxus.
Egal welchen Karren man fährt, des Radio funzt, wie der Karren selbst, wie des andere.



Den Output kann man dann immer noch auf unterschiedliche Weise bewerkstelligen.





Verzähl mir bloß noch einer, ich werde bzw. bin alt. :D
Altern tut man, wie ein 124 in Würde, aber ihmo nicht mit einem Geschwür am Aschebäscha. :nana
Bau des Ding wenigsten in den Aschebäscha und klappe es bei Bedarf auf, sollte auch der Blickwinkel darauf ergonomischer sein. ;)
Grüßle

Two and a Half Cars



:prost:

Chevalier

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Freitag, 16. September 2016, 08:28

@2960
Auch der Yatour mit Bluetooth hat den Nachteil, das man alle Songs in "Track01", "Track02" etc. umbenennen und diese in eine Ordnerstrucktur wie im CD-Wechsler "CD1", "CD2" etc. einbringen muss. Das ist einerseits umständlich und begrenzt die Anzahl der Lieder. Spontan einen MP3-Stick (z.B. mit einem Hörbuch) einstecken, funktioniert damit nicht.

@BornToRun
Das Display im Ascherbecher zu verstecken, hatte ich mir auch schon überlegt. Allerdings passt es von den Dimensionen nicht ganz, man kommt nicht mehr richtig an den Drehregler. Am Ascherbecher liegt es gut im Blick von Fahrer und Beifahrer und lässt sich von beiden bequem bedienen. Vielleicht baue ich es aber noch einmal um, dann kommt das Display in die aufklappbare Mittelarmlehne.

Elmar


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