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Chevalier

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101

Freitag, 24. Juli 2015, 08:09

Rostvorsorge am Beryllchen

Hallo Zusammen,

angesichts der lang erwarteten Nachricht, das mein Lackierer endlich wieder für mich Zeit hat, machte ich mich an die Demontage der Stoßstangen und Schwellerverkleidungen. Mit dem Lösen jeder Schraube stieg die Spannung: Wie werden wohl die Wagenheberaufnahmen aussehen? Das Schlimmste befürchtend, hatte ich im Vorfeld bereits die Preise für die Einschweißbleche eruiert.

Der Zustand überraschte dann positiv: Keine Löcher, lediglich etwas öberflächlicher Rost. Dem wurde umgehend mittels Bohrmaschine, Drahtbürste und Rostumwandler zu Leibe gerückt. Danach folgte ein zweimaliger Anstrich mit brauner Rostschutzfarbe und reichlich Wachs.

Genutzt habe ich übrigens Produkte der Firma Förch, auf Empfehlung einer Freundin aus dem Maschinenbau. Wenn man sich dort als Gewerbetreibender registriert, ist das Zeug auch noch ziemlich günstig.

Und hier noch ein paar Bilder vom Ergebnis:









Elmar


200 E (W124) ● 1992 ● Beryll ● Stoff Safran
S 280 (W140) ● 1998 ● Rubinrot ● Stoff Champignon
CL 420 (W140) ● 1998 ● Designo Purpur
SLK 230 (R140) ● 1997 ● Brilliantsilber ● Leder Scarlett

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Mittwoch, 12. Oktober 2016, 20:56

Es ist vollbracht: Restaurierung "Beryllchen" abgeschlossen

Hallo Zusammen,

Kinder wie die Zeit vergeht – vor über drei Jahren kaufte ich meinen 200 E, auf Grund der Farbe von mir mit dem liebevollen Spitznamen „Beryllchen“ versehen. Eins vorab: Es ist das bisher zuverlässigste und solideste Automobil, welches ich bisher mein Eigen nennen durfte.

Die Statistik:
• 53.272 km problemlose Kilometer
• 5.056 Liter Super verbrannt
• 11.780 kg CO² zur Erderwärmung beigesteuert
• 9,49 Liter Durchschnittsverbrauch


Der Wagen ist zwar mein Liebling, wird aber trotzdem (oder gerade deswegen) als Alltagsfahrzeug genutzt. Warum? Weil ich mich im W124 einfach wohlfühle und vom soliden Fahrgefühl einfach nicht genug bekommen kann.
Beryllchen wird zwar nicht jeden Tag bewegt, aber quer durch alle Jahreszeiten – auch im Winter. Bevor jetzt Einige die Hände über den Kopf zusammenschlagen: Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung wurde natürlich gemacht, außerdem ist die weiße Pracht in meiner Region eher selten. Nach einem Schmuddelwettertag mit Schneematsch und Salz führt der Weg umgehend durch die Waschanlage.

Der niedrige Kraftstoffverbrauch ist erstaunlich für eine über 30 Jahre alte Motorengeneration, zumal vom Fahrprofil alles dabei ist: Viel Stadtverkehr, aber auch lange Urlaubs- oder Geschäftsreisen über Landstraße und Autobahn.
Und das völlig problemlos! Aller 7.500 km gibt es eine kleine Inspektion mit Öl- und Filterwechsel sowie neuen Zündkerzen. Darüber hinaus fiel nur ein defekter Thermostat und Lambdasonde an.
Der einzige außerplanmäßige Werkstattbesuch war selbstverschuldet: Mit dem Tanken von E85. Eine neue Zündanlage samt Mengenteiler war die Konsequenz.

Die Zuverlässigkeit mag auch damit zusammenhängen, das gleich nach dem Kauf zum großen Rundumschlag ausgeholt wurde: Komplette Fahrwerksrevision mit Stoßdämpfern, Federn, Querlenkern, Traggelenken etc. Dazu ein neues Differenzial samt Antriebswellen.

Die Schweißarbeiten hielten sich in Grenzen, betroffen war nur eine vordere Federaufnahme – die Wagenheberaufnahmen zum Glück nicht. Überhaupt, die braune Pest war viel weniger schlimm als befürchtet: Bis auf die durchrosteten vorderen Kotflügel, eine Stelle an der Beifahrertür, Blasen am hinteren Radlauf und dem Antennenloch – alles sauber.

Was kostet der Spaß, im stilvollen Youngtimer unterwegs zu sein? Die Excel-Tabelle liefert ein centgenaues Ergebnis, dort sind alle Kosten verzeichnet: Vom Kaufpreis bis zur kleinsten Schraube oder einzelnen Glühbirne, jede Fahrt durch die Waschanlage, Kfz-Steuer & Versicherung – auch alle Nachrüstungen und Ersatzteile.

In der Summenzeile stehen fast 30.000 Euro zzgl. Sprit.

Das klingt zunächst einmal nach einer riesigen Summe für einen 200 E, dafür bekäme man auch einen E 500. Im Einkauf sicher, aber der V8 fährt auch nicht 50 TKM ohne weitere Investitionen.

Die Summe relativiert aber schnell unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass ein dicker Batzen für die Neulackierung draufging. Weiterhin für diverse Nachrüstungen, die das Autofahren angenehmer machen: 7“ Zoll Navi, Freisprechanlage, Becker-Radio, automatisch abblendbarer Spiegel, Zusatzholz, der Tempomat, Edelstahl-Endtopf etc.

Der Wagen wäre auch nur mit Investitionen in die Technik zuverlässig weitergerollt – was ungefähr die Hälfte der obigen Summe ausmacht. Alles andere diente letztlich der Schönheit oder dem Luxus.

Wem also ein paar Kratzer rundherum oder die Klarlackabplatzung auf der Motorhaube nicht stören, wer die rostigen Kotflügel nicht für dramatisch hält oder auf die maßgeschneiderten Alcantara-Schonbezüge verzichten kann, der hätte in drei Jahren zuverlässig über 50 TKM abgespult – für gut 13.000 Euro – also 360 Euro monatlich.

In der Vollkostenrechnung liegt mein W124 mit knapp 0,57 Cent/km etwa auf dem Niveau eines BMW 316d. Mit dem Unterschied, das „Beryllchen“ auf Jahreswagenzustand durchsaniert ist und die Kilometerkosten mit ansteigender Laufleistung noch sinken.

Insofern lohnt sich ein Youngtimer auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, kostet aber mehr als man denkt.

Abschließend möchte ich mich für die hilfreichen Themen udn Tipps hier im Forum bedanken, welche mir für das Projekt von unschätzbarer Hilfe waren.

Elmar

Zu guter Letzt noch ein paar Bilder, quasi im neuen Glanz:

















200 E (W124) ● 1992 ● Beryll ● Stoff Safran
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CL 420 (W140) ● 1998 ● Designo Purpur
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Mittwoch, 12. Oktober 2016, 21:17

Die Farbkombi ist einfach traumhaft!
Viel Spaß weiterhin mit dem Wagen. :daumen:

BornToRun

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Donnerstag, 13. Oktober 2016, 01:08

Die Farbkombi ist einfach traumhaft!

Ja. :thumbsup:
Aber die Ofenrohre, in denen Penner übernachten können, gehen imho gar net. :shock:
Des Motörchen hat ja nicht mal ausreichend Puste die da dann rauszublasen. :schlag:
Nicht das ich sowas auch mal gekauft hätte. :whistling:





Mit dem Farbunterschied und dem, mit GFK geflickten, Stoßfänger konnte ich leben, mit dem Ofenrohr nicht. :nana

In der Summenzeile stehen fast 30.000 Euro zzgl. Sprit.

Respekt, des habe nicht mal ich bisher, für 6 Zyl. und Klima, versenkt. :daumen:
Sind wohl auch die 3 ltr. Mehrverbrauch geschuldet.

Insofern lohnt sich ein Youngtimer auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, kostet aber mehr als man denkt.

Sofern man ihn technisch und auch optisch in einem zumutbaren Zustand fahren möchte. ;)
Grüßle
Wie immer, völlig wirr und für Ahnungslose kaum verständlich. :D
Nett kann ich auch, bringt mir aber NIX
:prost:

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105

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 02:58

Sehr geil, Elmar! Und vielen Dank für die Fotos! :)

Hoffe, das ich in Kürze ähnlich schöne Pics meiner Big-Block-Limo (in welchem Beryllchens Ex-Fondtürdichtungen weiterleben werden) werde veröffentlichen können :D

Chevalier

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Donnerstag, 13. Oktober 2016, 09:00

@BorntoRun
Dein W201 schaut wirklich sehr chic aus, besonders mit den Original-Rückleuchten.

Ich konnte hingegen das rostige Rohr am Heck nicht mehr sehen, und die rechteckigen Endrohre von AMG bzw. Lorinser gefielen mir schon immer sehr gut. Um aber wirklich nur dezent zur Geltung zu kommen, müsste das Endrohr ein ganzes Stück tiefer und höher in die Heckschürze integriert werden. Ging aber in meinem Fall nicht, die werksmäßige AHK war im Weg.

Bei den Gesamtkosten hatte ich gefühlsmäßig auch gut 10 T€ weniger gedacht, bis mich die Excel-Tabelle eines besseren belehrte. Man erinnert sich nur an die größeren Ausgaben, aber die unzähligen kleinen Positionen bis 50 Euro machen einen dicken Batzen aus.

Allerdings ist nun auch die gesamte Liste inkl. aller Nachrüstungen abgearbeitet. Einzig die Sitzen werden irgendwann noch mal mit Dattel-Leder bezogen, aber erst müssen sich die Schonbezüge mal amortisieren.

@OM 606
Diese Art der Teile-Weiterverwendung ist wirkliche Nachhaltigkeit

Elmar


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107

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 11:58

Respekt vor deiner Arbeit und deinem Investitionswille! Und deinem Mut sowas überhaupt zu bebildern.
Ich hatte dein Auto so wie in deinem avatar in errinnerung....

Was die "Individualisierung" anbetrifft ist der Wagen aber einfach nur eine optische Hinrichtung. Die Auswahl
an Zubehör sieht aus als hättest du einen alten Göckel Tuning Katalog hoch und runter bestellt. Tempomat nachgerüstet,
AMG Pedale, aber kurbeln müssen wenns zu warm wird im Auto 8| Alcantara? Das war sogar in Rodions E36 affig.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich sehr gut streiten aber deine Limo rangiert damit im bereich der schweizer 400E limo
mit M3 Chromspiegeln die hier 2004 vorgestellt wurde und dem Moderatoren Coupe aus dem nachbarforum mit kurbeln und carbonlenkrad...

Wenn du wenigstens alles so gemacht hättest das man es rückgängig machen könnte....

Hammerhart ;(

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108

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 14:06

@Sebast1an
Erstmal Danke für Deine ehrliche Einschätzung, die Resonanz ist ja immer interessant - egal ob positiv oder negativ.

Rückrüstbar wäre (wenn man denn wöllte) fast jede der Individualisierungen. Das Alcantara sind nur Schonbezüge zum Schutz der darunterliegenden, makellosen Stoffsitze. Wenn die Schonbezüge irgendwann nicht mehr so gut aussehen, kommt noch eine Investition in einen Neubezug des Gestühls in original Leder Dattel.

Mit der Nachrüstung von elektrischen Fensterhebern liebäugelte ich tatsächlich, aber das Aufwand-Nutzen passt (für mich) nicht. Die halbe Innenausstattung auseinanderbauen, Kabelbaum, passendes Mittelbrettchen etc. Dazu noch neue Türpappen ohne Kurbelloch - gut erhaltene in Dattel zu finden wäre fast aussichtslos. Wenn es mir zu warm wird, geht das Schiebedach auf, zum Glück ohne Kurbeln.

Meine persönliche Meinung ist, das dem W124 etwas Chrom fehlt. Das kann man natürlich auch im Zeitgeist der späten 1980er-Jahre sehen, als dieser vollkommen "out" war und BMW sogar schwarz eloxierte Ziertleisten ab Werk als Shadowline anbot. Keine Sorge, das berühmte Radlaufchrom finde auch ich scheußlich. Übrigens sind gerade auch die Chromteile ordentliche Qualität. Kein billiges chrombedampftes Plastik, sondern entweder poliertes Edelstahl oder verchromtes Messing.

Was Göckel-Tuning betrifft: Zumindest hatten die damals ein umfangreiches Programm an hochwertigen Edelholz-Zierteilen, die sich auch in den Innenräumen namhafter Tuner wiederfanden. Möglich, das auch mein zusätzliches Zebranoholz ursprünglich von denen stammt.


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109

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 14:28

Naja, wie hast denn das extraholz und chrom denn befestigt? Wird wohl geklebt sein...
Und selbst wenn du da sparsam gewesen bist, die Lösungsmittel greifen die struktur des untergrunds an,
egal ob PU Lack auf Holz oder dem Kunststoff des Amaturenbretts. Rückstandsfrei entfernen kannst
du damit vergessen... Ich hab schon ne ganze Handvoll autos geschlachtet die ebenso "dezent" individualisiert
wurden, den Innenraum kannste meist entsorgen.

Ich finde es nicht generell schlecht ein altes auto zu verändern, wenn dann aber bitte so das A reversibel ist
und B zum Zeitgeist passt... Reversibel heisst mit ein paar Handgriffen und nicht mit 2 Wochen Arbeit die dann eher
einer Schlachtung gleich kämen. Und bei dir ist über ergonomisches SL800 Kompressor AMG Look Lenkrad über die
rentnerdose in der mittelkonsole, sportpedale und Brülltüte alles einfach nur vermixxt. Stell dir den Wagen mal
ohne deine veränderten Ecken vor, da bleibt nicht mehr viel übrig.

Fakt ist das du mit den ganzen Eingriffen einfach all das zerstört hast was einen 124er ausmacht. Kein Sitzbezug der
Welt wird besser aussehen und wertiger sein als ein gut erhaltener Mopf 1 Sitz, du stülpst da Kunstleder drüber.
Und wenn man mal ganz ehrlich ist, mit den ganzen Disco-Add Ons würdest du bei einem Sachverständigen der seinen
Job ernst nimmt auch genau deshalb die Erteilung eines H-Kennzeichens versagt bekommen.

Und spätestens da bist du halt nicht mehr bei persönlichen Geschmäckern, da gibt es einfach festgelegte
Gestaltungsspielräume.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sebast1an« (13. Oktober 2016, 14:35)


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110

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 15:29

Hinsichtlich der Befestigung von Chrom und Holz und die Wirkung auf den Untergrund gebe ich Dir recht. Da wäre wohl ein neues Armaturenbrett fällig und die Zebranoteile bedürften einer Neulackierung.

Hingegen sehe ich hinsichtlich der Bewertung für das H-Kennzeichen keinerlei Probleme, es handelt sich ja im zeitgenössische Zubehörteile. Und das Lenkrad ist mit wenigen Handgriffen ausgewechselt, das Orginale liegt schön verpackt im Keller. Selbst das Navi ist mittels einer Brodit-Halterung nur gesteckt, nicht verschraubt.

Also ein neu vom Sattler mit Leder (nicht Kunstleder) bezogener und ggf. aufgepolsterter Sitz wird besser ausschauen (und sicher auch so anfühlen) als geschätzte 90 Prozent aller, nunmehr mindestens 20 Jahre alten Sitze. Von wenigen seltenen Ausnahmen, extrem gut gepflegten und wenig benutzten Gestühls, haben insbesondere die Lederausstattung zumindest Patina - eher aber Abschürfung, Risse etc. Wobei das nicht schlecht sein muss, man sieht dem Auto an das es gelebt hat.

Den Charakter eines W124 (oder ganz allgemein eines MB-Youngtimers) zerstören meiner Meinung andere Dinge: Klarglas-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, ein modernes Mäusekino-Radio, die von Dir genannten M3-Außenspiegel etc. Alle von mir verbauten Teile sind entweder zeitgenössisch (von der Rückfahrkamera und der Freisprechanlage mal abgesehen) oder original von Mercedes, wie z.B. der in der Mittelkonsole verstecke Cuphalter vom W211. Selbst die zusätzlichen Chromleisten im Kühlergrill stammen vom Mopf1-Grill. Selbst die Chromringe um die Rundinstrumente sind zeitgenössisch, da stand der R129 Final Edition Pate.

Aber wie gesagt, bei solchen umfangreichen, optischen Veränderungen scheiden sich die Geister. Macht aber nichts, wie gut das die Geschmäcker unterschiedlich sind.

PS: Was ist eigentlich eine "Rentnerdose"?


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Donnerstag, 13. Oktober 2016, 15:57

Siehste, und spätestens da ist der wagen dann verbastelt. Warum? Zum einen weil du es selbst nicht rückgängig machen würdest
und selbst wenn, du es nicht kannst. Dattelteile? Denn mal los... 2 Wochen Umbau bei einem 200E ohne Inhalt? Macht niemand. 700-800€
für neues Holz? *räusper*

Bezüglich der thematik was zeitgenössisch ist und was nicht gibt es übrigens keinen so wie von dir dargestellten Interpretationsspielraum.
Alles was zu Zeiten der Baureihe verfügbar und üblicherweise verbaut oder nachgerüstet wurde ist zeitgenössisch. R129 Final Edition also
zeitgenössisch? Sorry, nein. Lenkrad mit Daumenauflagen? Nein. Alu Pedale mit R170er Teilenummer? Nein bzw vielleicht noch bei nem späten
Coupe oder Cab. Türgriffe? Okay, ich höre jetzt auf... :locked:

Radios im übrigen, auch wenn ich da bei dir bin, kein Problem wenn es sich ins gesamtbild einfügt. Kannst dur dir unter der Richtlinie zur
Begutachtung von Oldtimern § 23 STVZO übrigens selbst durchlesen.

Ach ja, mit Rentner Box meine ich den furnierten Mini-Sarg zwischen den Sitzen :kotz:

Aber ich klinke mich mal besser aus....

Chevalier

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112

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 16:57

Stimmt, die Schiebedeckelbox schaut fast aus wie ein Mini-Sarg, ist aber überaus praktisch und bietet erheblich mehr Stauraum als die Rollobox. Und das Beste: Nicht nur ein zeitgenössisches, sondern auch absolutes Originalteil, weil es dieses bei Mercedes gab - und sogar im Zubehör-Katalog abgebildet war.

Bei der Frage "zeitgenössisch" müsste man vermutlich nachweisen, das es bestimmtes Zubehör schon zur Bauzeit gab. Hinsichtlich der Holz- und Chromteile steht das unzweifelhaft fest, da gibt es genügend alte Kataloge bzw. Fotobeispiele der Tuner aus den 1980er und 1990er-Jahren. Gut, 170er-Teilenummer der Pedale würde erst ab 1996 greifen.

Bis zum H-Kennzeichen sind noch 6 lange Jahre hin, mal sehen was sich die Politik noch alles einfallen lässt um unsere alten Autos von der Straße zu bekommen und den Neuwagenverkauf anzukurbeln. Im Moment genügt mir das aktuelle Gutachten mit der Zustandsnote 1- und entsprechenden Wiederbeschaffungswert. Das lässt mich ruhig schlafen.


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113

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17:02

1-? Oha! Zeig doch mal Motorraum und untenrum!

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Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17:34





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Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17:57

das sieht doch gut aus. allerdings, Zustand 1 nach CD wie folgt:

Basis für die Bewertung in die Zustandsnote 1 ist der angenommene Zustand bei Erstauslieferung,
d.h. der ehemalige Neuwagenzustand des entsprechenden Herstellers.

da hast noch n bisschen was vor dir für eine echte 1, schrauben neu beschichten, motor raus und neu lackieren.
Die Ölreste und Alukorrosion an deinem M102 werden es dir da nicht einfach machen.
vergilbtes plastik in die tonne, und und und. Ventildeckel ohne Brösel sind da übrigens ein anfang der garnicht viel
kostet. Oder ein Thermostatdeckel in Alu, sieht gut aus, macht sinn und kostet fast nix :)

Falls es dich tröstet, ist bei mir auch noch ein weiter weg...

Soviel zu den Zustandsnoten

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Montag, 3. Juli 2017, 12:03

Fotoshooting auf dem Lokfriedhof

Hallo Zusammen,

die Urlaubsreise mit dem Youngtimer bietet immer auch die Gelegenheit für ein Fotoshooting vor interessanter Kulisse.

Diesmal durfte der Fährhafen Sassnitz auf Rügen als Hintergrund herhalten. Das riesige Areal liegt weitgehend brach und wird von der Deutschen Bahn als Abstellplatz für hunderte ausrangierte Loks und Waggons genutzt. Trotz des "lost places"-Gefühl "zieren" die Züge erstaunlich wenige Graffitis. Liegt wahrscheinlich an den Überwachungskameras, die allerdings erst auf den zweiten Blick erkennbar sind.

Obwohl ich mich knapp zwei Stunden auf dem Gelände tummelte und auch (zwecks Fotoposition) auf einige Loks kletterte, erschien kein Sicherheitspersonal. Laut Infos aus diversen Eisenbahnforen geleitet die Bundespolizei oder die DB-Security ungebetene Gäste sonst recht zügig aus dem Areal. Wahrscheinlich erachtete man den Verrückten, der mit Kamera um seinen alten Benz sprang, als harmlos. Für einen typischen Vandalen oder Graffiti-Künstler hielt man mich offenbar nicht.

Elmar











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Montag, 3. Juli 2017, 19:17

Schöne Bilder :)
Sowas ähnliches hab ich auch mal gemacht. Unter ner alten Eisenbahnbrücke am Stadtrand.
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Sonntag, 11. März 2018, 22:40

Kofferraum Dämmung

Hallo Zusammen,

seit dem Einbau des selbstleuchtenden Kennzeichens lag die Kofferraum-Verkleidung noch lose in der Garage. Aus guten Grund, denn bei der Kälte hätte die Montage sicher einige gebrochene Klipse als Opfer gefordert.

Beim Betrachten der geöffneten Heckklappe fiel mir auf, das diese ruhig etwas Dämmung vertragen könnte. Praktisch, das noch eine Faservlies-Matte in genau passender Stärke (1,5 cm) übrig war. Also Schablonen für die vier Ausschnitte erstellt und aus der Vliesmatte passend zugeschnitten.



Bei nächster Gelegenheit folgt dann der Test, ob eine - zumindest subjektive - Veränderung wahrnehmbar ist. Die zusätzlichen Anti-Dröhn-Matten den Türen brachten damals immerhin ein deutlich niedrigeres Innenraumgeräusch.

Elmar


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Montag, 12. März 2018, 00:39

Ich hätte noch nen Tipp.
Fängt mit 6 an und hört mit Zylinder auf.
Hat dabei noch ein erweitertes Fahrerlebnis.
Wie sind die Windgeräusche mit dieser zusätzlichen Dammatte über 230?
Irgendwo muss sich ja des Kondenswasser im Heckdeckel sammeln und lange halten. :genauuu
Grüßle
Wie immer, völlig wirr und für Ahnungslose kaum verständlich. :D
Nett kann ich auch, bringt mir aber NIX
:prost:

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Montag, 12. März 2018, 08:22

@BornToRun

Gleich zwei zusätzliche Zylinder? Und am Ende auch noch über einen Liter mehr Hubraum? Das Fahrerlebnis wäre dann eher verkürzt statt erweitert - man denke nur an den höheren Verbrauch und die damit geringere Reichweite. Solche Oberklasse-Motorisierungen sind nur etwas für Besserverdienende und Herrenfahrer - das kann ich mir gar nicht leisten. Außerdem bin ich bescheiden und wählte auch beim W140 nur das billige Brot-und-Butter-Einstiegsmodell.

Die Windgeräusche halten sich im Standgas bei über 230 U/min noch in Grenzen.

Da ich nicht der Erste bin, der mit dem Material die Heckklappe dämmt (angeblich tun dies Autohersteller sogar ab Werk) ist das Risiko das Vlies in einen Schwamm zu verwandeln eher überschaubar. Zum Glück ist es auch kein Filz.

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